Klar, beim Blick auf die Karte scheint der Monte Grappa recht übersichtlich zu sein. 1775 Meter misst sein Gipfel, klingt doch machbar. Und tatsächlich: Wer sieben Tage lang über hohe Pässe durch die Alpen gecruised ist, dem mag der Monte Grappa vergleichsweise wie ein großer Hügel vorkommen. Von Norden kommend zeigt der Grappa tatsächlich sein zahmers Antlitz. Ausgedehte Wälder, oben sanfte Almlandschaften prägen das Bild.
Von Süden jedoch sieht das schon völlig anders aus. Wie ein monumentaler Klotz überragt der Monte Grappa die Tiefebene von Venedig. Er ist buchstäblich der letzte Gipfel der Alpen, und bricht über satte 1500 Meter in die Ebene ab. Wer einmal von diesem Gipfel in die Ebene gesehen hat, wird mir sofort zustimmen, wenn ich hier von einem „Traumfinish“ rede.
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Spektakulärer als hier kann ein Alpencross nicht enden. Hier gibt es kein Ausrollen, es bleibt spannend bis zuletzt! Doch vor das Finish hat der Herrgott den Aufstieg gesetzt. Arsiè liegt
auf 307 Metern, während des Weges nach oben ist auch etwas welliges
Gelände dabei. Macht summa summarum 1700 Höhenmeter Anstieg, die sich
einfach nicht wegdiskutieren lassen.
Aber was soll’s, es ist der letzte Gipfel. Und da ihr jetzt schon so
weit gekommen seid, kommt es auf einen mehr oder weniger auch nicht an.
Los geht’s am Lago del Corlo, der gleich mit dem ersten Highlight
aufwartet. Auf schmaler Hängebrücke wird der Stausee überwunden –
letzte Gelegenheit zum Durchschnaufen, denn die nächsten drei bis vier
Stunden geht es bergauf. |