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Etappe 6 - Cruisen und schauen!

Die sechste Etappe ist auf vielen, weniger anspruchsvollen Alpencross-Routen bereits das Finale. Davon kann man auf der Via Migra nur träumen. Immerhin: Eine Traum-Etappe steht bevor, bei der, wer will, es ruhig angehen lassen kann.


    Ein kleines Zweigespräch mit den Beinen sollte also ganz am Anfang des Tourstarts stehen. Schmerzen? Dann habe ich eine gute Nachricht für euch: Zu Beginn der Etappe geht es erst einmal ein nettes Stück weit bergab, genauer gesagt bis in die Ortschaft Cencenighe am Abzweig des Val Biois. Hier ist alles asphaltiert, doch immerhin zweigen wir bei Sala auf die rechte Seite des Flusses Cordevole ab, und schlagen den Weg über die alte, heute für KFZ gesperrte Talstraße ein.

    Bei Cencenighe beginnt das Val Biois mit einer kleinen Schlucht. Die neue Talstraße verschwindet alsbald in einem Tunnel, den wir links auf der alten Talstraße umgehen. Dort wartet allerdings ein zweiter Tunnel, aber auch eine weitere Möglichkeit, diesen linkerhand zu umgehen. Und schon sind wir auf der ganz alten Talstraße, der Strada Mulan.
       Diese Schotterstraße verläuft auf der orographisch rechten Seite des Biois, und war im Mittelalter eine wichtige Handelsverbindung hinüber ins Val di Fassa. Hier wurden auch einige Schmelzöfen für die Sulfide betrieben, die in den Minen von Garès geschürft wurden. Um den Transport der Erze zu erleichern, wurde die Straße entsprechend gut befestigt, und mit einer gleichmäßigen Steigung versehen. Fein für Biker!

    Ich will mal nicht so weit gehen zu behaupten, der Weg bis nach Falcade auf der Strada Mulan verginge wie im Flug. Sicherlich haben wir es aber hier mit einem der stressfreiesten 500-Höhenmeter-Aufstiege der gesamten Via Migra zu tun, genau richtig, um die in den letzten Tagen gesammelte Milchsäure aus den geschundenen Oberschenkeln zu pedalieren.
 
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