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Wer gestern Abend die Variante über den Heiligkreuzkofel mitgenommen, und sich gefragt hat, wie um Himmels Willen man das noch toppen könnte, der sei beruhigt. Die fünfte Etappe der Via Migra ist die erste, bei der es deutlich mehr bergab geht, als bergauf.
Wie man es drehen und wenden mag: Klappe auf, und losgerannt: Heute ist D-Day – Downhill-Tag! Die gute Nachricht ist zum Einen der Topographie geschuldet: St. Kassian liegt auf 1560 Metern Meereshöhe, das Etappenziel Alleghe auf deren 980.
Auf der anderen Seite haben wir mittlerweile in den Liftverbund eingefädelt, der sich im Winter unbescheiden, aber doch mit einiger Berechtigung als „Dolomiti Superski“ bewirbt. Unterwegs nimmt die Hauptstrecke zwar nur einen Sessellift mit. Doch der liegt taktisch dermaßen günstig, dass er die Höhenmeter-Bilanz des Tages bei einer Einsparung von 200 Metern bergauf um weitere 200 Tiefenmeter bergab verbessert. |
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Klingt wie Musik in euren Ohren? Dann sei noch einer draufgelegt: Wer
Alleghe direkt ansteuert, kommt mit einiger Sicherheit noch früh genug
an, um per Seilbahn außer dem Fernazza-Trail noch die wilde Abfahrt über
den Col dei Viai mitzunehmen. Die Tagesbilanz in diesem Falle: satte
3500 Tiefenmeter, auf Sahnetrails!
Alpencrosser shutteln nicht? Keine
Sorge. Wer um jeden Lift einen großen Bogen macht, kommt um den
Tiefenrausch nicht herum. Mit der Variante durch das Val Civetta bietet
sich zudem die Möglichkeit, noch ein wildes Alpin-Abenteuer zusätzlich
einzupacken.
Schlussendlich: Am Passo Falzarego lohnt ein
Bike&Hike-Abstecher. Die Kriegsstollen am Kleinen Lagazuoi bieten
einen hautnahen Eindruck von der blutigen Geschichte dieser Landschaft. |